Über diesen blog

Dieser blog wurde Ende Dezember 2013 begonnen. Er informiert in Text und Bild über Aktivitäten und Kooperationen, die Prof. Bea Lundt seit 2009 mit verschiedenen westafrikanischen Ländern verbinden.

 

In eigener Sache (Berlin, September 2016)

 

Die Kooperationen mit Westafrika führe ich seit 2016 nicht mehr gemeinsam mit der Europa-Universität Flensburg durch, sondern mit der Freien Universität Berlin.

 

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Im Fahrtwind. Prof. Dr. Bea Lundt und ihre Doktorandin Nina Paarmann unterwegs in Ghana im Herbst 2016.


 

Sieben Jahre sind vergangen, seit ich im Februar 2009 eine Fact-Finding-Mission nach Ghana durchführte (DAAD-gefördert) und Kollegen der Europa-Universität Flensburg, an der ich als Professorin für Geschichte tätig war, einlud, mitzukommen. Es ging um den Aufbau von Kooperationen in Forschung und Lehre insbesondere im Bereich der Lehramtsausbildung. Während dieser Zeit war ich jedes Jahr einige Monate in Westafrika. Eine engere Zusammenarbeit praktiziere ich mit den Ländern Ghana, Togo, Benin und Kamerun.

 

Mein Konzept:

 

Mein Konzept besteht darin, zusammen mit Afrikanerinnen und Afrikanern zu arbeiten, und nicht über sie. Das bedeutet, Themen und Methoden aufzugreifen, die sie interessieren. Eine solche Arbeit kann nicht allein in den Archiven in London, Paris oder Berlin erfolgen, vielmehr muss sie die „Archive“ der Menschen vor Ort und ihre Stimmen berücksichtigen. Dazu trat ich in Verbindung mit Kollegen und Kolleginnen der Fächer Geschichte, African Studies, Archäologie, Germanistik an Universitäten in Ghana, Togo, Benin und Kamerun. Dieses Verfahren erwies sich aufgrund der historischen Belastungen ihrer Beziehungen zu Europa zunächst als schwierig; es bewährte sich aber im Laufe der Jahre. Mir liegt daran, Tagungen und andere Veranstaltungen in Afrika zu organisieren und die Forschungsergebnisse sowie anderen Werke meiner afrikanischen Kolleginnen und Kollegen in Europa zu publizieren, damit sie dort gelesen und diskutiert werden können.

 

Die in diesem blog dargestellten bisherigen Aktivitäten und Publikationen in den Jahren 2009-2016 wurden unterstützt und finanziell ermöglicht von (alphabetisch geordnet):

 

  • Cultural Diversity e.V., Flensburg/Berlin
  • DAAD
  • Deutsche Botschaft Accra
  • Deutsche Afrika-Stiftung Berlin
  • Europa-Universität Flensburg
  • Förderverein Europa-Universität Flensburg
  • Freie Universität (FU) Berlin
  • Goethe-Institut Accra
  • Humboldt-Universität Berlin (HU)
  • Lotto-Stiftung Schleswig-Holstein (BINGO)
  • Marie-Schlei-Verein Hamburg
  • Nkonjaman-Foundation Accra
  • Ranke-Gesellschaft Köln
  • University of Education Winneba Ghana (UEW)
  • VW-Stiftung Hannover

 

Worin besteht diese Kooperation (ein grober Überblick über die Schwerpunkte):

 

Bereich Forschung:

 

  • Seit 2011 habe ich in jedem Jahr eine bis zwei Tagungen und workshops durchgeführt. Die Erträge von dreien von ihnen sind bereits publiziert, ein vierter Band mit Tagungsbeiträgen ist in Vorbereitung.
  • Empirische Studien fanden statt zu den Themen Narrationen und Mediengewohnheiten von Kindern in Ghana sowie über Europabilder bei Westafrikanern (Studierende und Hochschullehrende in Ghana wurden befragt). Ich habe zudem ein Forschungsprojekt einer Master-Studentin über Genderfragen in Ghana betreut (Befragungen von Geschichtsstudierenden).
  • Publikationen: es sind inzwischen sechs Bände erschienen, weitere werden 2017 herauskommen. Ich selber habe bisher 15 Aufsätze aus diesem Kontext publiziert, weitere sind im Druck.
  • Ein VW-Forschungsprojekt zur Erinnerungskulturarbeit zum deutschen Kolonialismus in der Volta-Region wurde bewilligt und ist 2016 um zwei weitere Jahre verlängert worden. In diesem Projekt bin ich Mentorin.

 

Bereich Lehre:

 

  • Ich habe zweimal Gastprofessuren (DAAD) in Ghana wahrgenommen.
  • Ein Kollege aus Ghana wurde von mir gegeneingeladen und hat drei Semester in Flensburg gelehrt (DAAD). Gemeinsam erhielten wir Anfang 2015 den Lehrpreis der Europa-Universität Flensburg für die Jahre 2013 und 2014 für ein kooperatives forschungsorientiertes Master-Seminar zum Thema“ Teaching Africa in Europe from an European and an African Perspective“.
  • Ich gab Anstöße zum Aufbau von Deutsch-Kursen sowie eines Deutsch-Departments als der University of Education Winneba (mit DAAD seit 2009)
  • Seit 2010 habe ich jedes Jahr Studierende des Lehramtes mit nach Ghana genommen. Die meisten haben ein Schulpraktikum in verschiedenen Regionen des Landes durchgeführt (4 Wochen bis ein Semester), insgesamt waren es etwa 100 Studierende. Zudem sind ca. 20 Kollegen und Kolleginnen mit mir nach Ghana gereist (u.a. von den Universitäten Hamburg, Köln und Halle sowie der FH Flensburg).
  • Ich habe in Flensburg Lehrveranstaltungen über Afrika sowie zum Globalen Lernen angeboten und eine entwicklungspolitische Lernwerkstatt durchgeführt (zur Vorbereitung der ausreisenden Studierenden). Ein Projektseminar fand in Kooperation mit der Universität Kiel statt.
  • Es entstanden insgesamt  mehr als 25  Bachelor- und Masterarbeiten von Studierenden, die aus diesem Arbeitskontext erwuchsen (die meisten von mir (mit)betreut). Zwei Promotionen sind in Vorbereitung.
  • Schulprojekte in der Volta-Region wurden in Kooperation mit einer ghanaischen Organisation durchgeführt und unterstützt.
  • Aktivitäten zur Süd-Süd-Kommunikation: Ich habe Studierende aus Ghana und Togo bei gemeinsamen Exkursionen zum kolonialen Erbe betreut und begleitet (in Kooperation mit der Deutschen Botschaft Accra sowie dem DAAD) und sie bei Anträgen an den DAAD, Masterarbeiten u.ä. unterstützt.
  • Ich habe Vorträge zu Afrikathemen gehalten und andere Aktivitäten initiiert .
  • Ich habe Kollegen aus Afrika eingeladen und in Deutschland betreut (Vorträge, Lesungen, Exkursionen für sie vermittelt und mit ihnen durchgeführt).

 

Sonstiges:

 

  • Ich habe in Text und Bild in den „Mitteilungen der Universität Flensburg“ seit Heft 1 (2012) bis Heft 1 (2016) über die Aktivitäten informiert.
  • Ein Projekt in der Volta-Region zur Unterstützung von Frauen in der Landwirtschaft wurde durchgeführt (finanziert vom Marie-Schlei-Verein).
  • Ich habe einen Verein zur Unterstützung der Projekte in Afrika gegründet: Cultural Diversity e.V.
  • Aufbau eines Netzwerkes der Ehemaligen. Nachbetreuung der Studierenden/betreuenden Kollegen*innen durch einen Rundbrief mit Infos.
  • Kolleg*innen und ehemalige Absolvent*innen der Schulpraktika gestalteten 2015 in der Europa-Universität Flensburg eine Ausstellung mit Dokumenten und Kommentaren über ihre Erfahrungen.
  • Kooperation mit dem Theater Pilkentafel aus Flensburg. Durchführung von Theater-workshops 2015 in Ghana und Benin.
  • Schulpraktika im Bereich Sonderpädagogik in Ghana werden seit 2015 von einer ehemaligen Praktikantin, die jetzt Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Flensburg ist,  betreut.
  • Zwei Kolleginnen der Europa-Universität Flensburg führen seit 2015 im Bereich Pädagogik/Psychologie eigene Forschungen und Aktivitäten in Ghana durch.

 

Mit meiner Emeritierung an der Europa-Universität Flensburg im Oktober 2015 ist die Anbindung an diese Hochschule erloschen. Ich setze aber seit 2016 meine Aktivitäten fort in Kooperation mit der Freien Universität Berlin. Mit Kollegen dieser Hochschule fand im Oktober und November 2016 eine Erkundungsreise nach Ghana statt. Gemeinsame Projekte in Forschung und Lehre sind in der Vorbereitung.
Die bisherigen Schulprojekte in der Volta-Region werden auch in Zukunft im Rahmen des von mir gegründeten Vereines „Cultural Diversity e.V.“ gefördert und abgewickelt.

 
Dieser blog dokumentiert seit 2013 einen Teil meiner Aktivitäten in Afrika im Detail. Sein Name wird nunmehr nicht mehr lauten: „Kontakte und Aktivitäten zwischen Hochschulen westafrikanischer Länder und der Europa-Universität Flensburg“, sondern:
 
„Prof. Dr. Bea Lundt: Aktivitäten und Kooperationen mit Westafrika in Forschung und Lehre“.
 
Eine PPP mit einer Übersicht über die Aktivitäten 2009 bis 2014 mit der Europa-Universität Flensburg finden Sie hier: PPP Besuch Vice Winneba. Anlässlich des Besuches des Vize-Präsidenten der University of  Education Winneba (Ghana), Prof. Dr. Akwasi Asabere-Ameyaw sowie seiner Mitarbeiter, Mr. Theophilus Ackorlie und Dr. C. Y. Akwaa-Mensah am 16.06.2014.(Zusammengestellt von Bea Lundt/ Nina Paarmann)
 
(Bea Lundt, im November 2016, Layout Nina Paarmann)

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