Arbeitsaufenthalte in Westafrika 2019

Arbeitsaufenthalt in Ghana und Togo vom 11.3.-8.4.2019, zusammen mit Nina Paarmann

Expeditionsakademie der ‚Studienstiftung des Deutschen Volkes‘ an der Universität Lomè (Togo) vom 17.3.-26.3.2019.
Leitung einer Arbeitsgruppe „Kolonialismus“ zusammen mit Prof. Gilbert Yigbe (Universität Lomé)

 

Vom 17.3.-26.3.2019 fand eine Sommerschule in Togo statt, die in Kooperation zwischen der ‚Studienstiftung des Deutschen Volkes‘ und der ‚Université de Lomé‘ vorbereitet und durchgeführt wurde. Die Teilnehmenden waren Stipendiaten der Studienstiftung, etwa zur Hälfte Studierende und Doktoranden aus afrikanischen Ländern (zumeist aus Togo) und zur anderen aus Deutschland. Ich leitete zusammen mit Prof. Gilbert Yigbe, Germanist an der Université Lomé ,eine von drei Arbeitsgruppen. Sie war den Thema ‚Kolonialismus‘ gewidmet.

Im Abendprogramm hielt ich einen Vortrag mit anschließendem workshop: „Global visual communication. Thinking about iconic pictures for a culture

Einen weiteren Vortrag hielt Nina Paarmann. Sie stellte einige der Ergebnisse ihrer Masterarbeit vor, die sie über Geschlchterbilder und -entwürfe afrikanischer Studierender geschrieben hatte: „Gender Issues as a Category of Power? Research on Colonial Influence and Survival of Pre-Colonial Traditions. An empirical Study with Students in Ghana.“ Die Thesis liegt in publizierter Form vor.

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Nina Paarmann bei ihrem Vortrag zu „Gender Issues as a Category of Power? Research on Colonial Influence and Survival of Pre-Colonial Traditions. An empirical Study with Students in Ghana.“

 

Neben den Seminarsitzungen gab es auch ein Informations- und Exkursionsprogramm.

Gruppenfoto der Teilnehmenden

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Bei der Stadtrundfahrt durch Lomé entstand dieses Gruppenbild vor dem Denkmal von zwei Löwen, das als stolze Darstellung für die Nation Togo gilt.

 

Besuch des Nationalarchivs sowie des Nationalmuseums in Lomé

Wir besichtigten das Nationalarchiv in Lomé. Es führte uns Prof. Kokou Azamede. In dem Lesesaal fanden wir ein lebensgrosses gerahmtes Foto von Dr. Peter Sebald (1934 – 2018). Er erforschte die Archivalien über den deutschen Kolonialismus, die in diesem Archiv aufbewahrt werden und widmete sein Forscherleben dem deutschen Kolonialismus in Togo. Das Foto belegt die Dankbarkeit und die Bewunderung für seine Lebensleistung in Lomé. Zu seiner Ehrung ist der Lesesaal auch nach ihm benannt.

 

 

 

Das Nationalmuseum zeigt Werke aus alten afrikanischen Traditionen

 

 

Deutsch-Togoisches Freundschaftsdenkmal

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Das monumentale Denkmal steht für die deutsch-togoische Freundschaft.

 

Abschließend stellten die Teilnehmenden der Expeditionsakademie im Plenum Ergebnisse ihrer Arbeit in den Seminarsitzungen vor, wobei sie kleine Theaterszenen und Dialoge präsentierten.

Bilder der Inszenierung 

Vortrag von Nina Paarmann an der University of Education, Winneba zum Thema „Gender Issues as a Category of Power? Research on Colonial Influence and Survival of Pre-Colonial Traditions. An empirical Study with Students in Ghana“

Faculty Block, UEW, Mittwoch, 03.04.2019, 15h

 

Projekt: Bilder-Bilderwelten-Weltbilder: Erstes Treffen der Gruppen aus Deutschland und Ghana in Winneba 11.3.-15.3.2019

Repräsentierende des Projektes „Bilder-Bilderwelten-Weltbilder“ von der Universität München sowie der Kunstakademie München und ich trafen sich mit den Teilnehmenden an dem Projekt von der University of Education Winneba in Ghana. Bei dieser ersten Begegnung ging es um einen Austausch sowie Vereinbarungen für die Arbeit der kommenden drei Jahre.

 

Bilder des Projektauftaktes in Winneba

 

Dr. Ernst Wagner von der Kunstakademie München, der Initiator und Leiter des Projektes, stellte sein Konzept vor.

 

Ich präsentierte dabei einen Vortrag zum Thema: „The mermaid: An iconic figure between nature, femininity, and death“.

 

In einer Abschlußrunde vor dem Institut für Arts Didactic auf dem Campus diskutierten wir die nächsten Schritte der Kooperation. Das nächste Treffen wird Ende 2019 stattfinden: dabei werden acht Kollegen und Kolleginnen aus Winneba nach München kommen.

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Besuch einer Book Launch von Dr. Mawuli Adjei in Accra

Seit vielen Jahren sind wir Dr. Mawuli Adjei durch Kooperationen verbunden, der schon auf unserer Tagung 2012 im Goethe-Institut in Accra zum Thema Narrative (Hi)stories referierte. Sein Beitrag über die Gestalt Ananse ist auch in dem Auswertungsband zu dieser Tagung erschienen.

Narrating

 

Er ist Professor für Englisch an der University of Ghana in Accra.

Mawuli Adjei schreibt auch Romane. Er lud uns ein zu der Präsentation seiner drei letzten Romane in Accra. Wir freuen uns, dass wir an dieser Veranstaltung teilnehmen konnten, in der Teile seiner Romane auch szenisch gestaltet wurden.

 

Bilder der Book Launch

 

Das Programm der Book-Launch finden Sie hier zum Download: Book-Launch Adjei

 

Neues Ghana-Projekt in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste München sowie der University of Education Winneba (Ghana), 2019-2022

Titel des Projektes: Bilder-Bilderwelten-Weltbilder.

Das Projekt versteht sich als Beitrag zur globalen visuellen Kommunikation und zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele im Bildungsbereich.

Durch Erstellen eines Portales mit Bild-Ikonen aus verschiedenen Kulturen, die historisch kontextualisiert werden. Eine Website; ‚Exploring Visual Culture’ ist bereits im Aufbau. 

Im Februar 2019 begann das Projekt „Bilder-Bilderwelten-Weltbilder“. Bewilligt wurde es vom BMZ/engagement global für die 3 Jahre 2019-2022.

Ziel ist die Implementierung von Globalem Lernen für nachhaltige Entwicklung in die 1. Phase der Lehramtsausbildung Kunst für die Sekundarstufe I und II am Beispiel von Arbeiten zum Kulturellen Gedächtnis und Perspektivenwechsel in Ghana und Deutschland.

Dazu soll ein Bildportal erstellt werden, das Schulen zur Verfügung steht und international zugänglich ist.  Die dort eingestellten Bildbeispiele werden im Dialog zwischen den Partnern mehrfach kommentiert. Außerdem entstehen weitere Unterrichtsmaterialien zum Globalen Lernen über Objekte und Bilder.

Projektleiter ist Prof. Ernst Wagner (Akademie der Bildenden Künste München). Kooperationspartner sind das ‚Centre for International Programmes’, das ‚Department of Art Education’, das ‚Department of Graphic Design’ sowie das ‚Department of History Education’ der University of Education Winneba (Ghana), sowie Prof. Bea Lundt (Geschichte, Europa Universität Flensburg)

Bei einer ersten Tagung im weiteren Kontext zur Vorbereitung des Vorhabens waren vom 28.-30.1. in München Gäste der University of South Africa in Pretoria anwesend. An dem Präsentationstag am 29.1. 2019 hielt ich einen Vortrag zum Thema:

„The mermaid. An iconic figure between nature, feminimity, and death“

Ausgangspunkt war die Statue der Kleinen Seejungfrau in Kopenhagen, das Wahrzeichen für Dänemark.

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Die kleine Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen

Ich zeigte historische Beispiele für die Rezeption der Gestalt der Meerjungfrau/Nymphe in der europäischen Kultur seit dem Mittelalter und diskutierte ihre Bedeutung für das Verständnis des Wandels des Verhältnisses der Menschen zur Natur. Thematisiert wird in dieser Gestalt auch die Frage nach der Integration von Elementen des Fremden und Andersartigen, wie sie sich in der aktuellen Integrationsdebatte stellen. Eine ähnliche Gestalt gibt es auch in afrikanischen Kulturen, worauf auch die Gäste aus Afrika hinwiesen. Als Mami Wata ist sie uns auch aus Ghana, Togo und Benin bekannt, etwa als Symbolfigur für Fischfang bekannt, die sich auf Booten befindet.

 

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Mami Wata auf einem Fischerboot in Ghana

 

Erste Schritte im Rahmen des Projektes 2019:

Auf einer Reise beteiligter Personen aus München und Berlin nach Ghana vom 11.-16. 3. 2019 werden sich die Partnern und Partnerinnen mit dem Projekt näher beschäftigen, Intentionen werden ausgetauscht, durch Präsentationen konkrete Beispiele diskutiert und Vereinbarungen für die Arbeitsphase getroffen.

Im Herbst 2019 werden Projekt-Partner und Partnerinnen aus Ghana nach München kommen.

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