Projekte und Events 2017

3-jähriges Projekt bewilligt (2017 – 2019).

 

Zum Thema: „Entangled Colonial Memories. Globales historisches Lernen für nachhaltige Entwicklung“

zwischen der Freien Universität Berlin und der University of Education Winneba
http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/institut/arbeitsbereiche/ab_didaktik/Entangled-Colonial-Memories/index.html

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bewilligte im März 2017 Prof. Bea Lundt und Prof. Martin Lücke auf ihren Antrag in Kooperation mit dem Berliner Senat für Jugend, Kultur und Familie ein Projekt für die Jahre 2017-2019. Geschichtsstudierende der University of Education Winneba (UEW) in Ghana sollen im Austausch mit Geschichtsstudierenden der Freien Universität Berlin Relikte der Kolonialzeit in beiden Ländern erforschen und dokumentieren.

Durch den gegenseitigen Besuch soll die erinnerungskulturelle Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheiten beider Länder durch jeweiligen Perspektivwechsel erweitert werden.

Die beiden Gruppen:

Das erste Bild zeigt die Studierendengruppe während der Vorbereitung in der German Swiss International School in Accra, Ghana, geleitet von Prof. Bea Lundt und Prof. Ofosu-Kusi. Das zweite Bild zeigt die Studierendengruppe der FU Berlin bei einem pädagogischen Vorbereitungsseminar von ENSA.

Workshop zur Vorbereitung auf den Berlinaufenthalt in Accra

Zunächst fand in Accra vom 07. – 8.Juli 2017 an der German Swiss International School (GSIS) ein zweitägiger workshop zur  Vorbereitung für die Geschichtsstudierenden der UEW statt, der von Prof. Bea Lundt (FU Berlin) und Prof. Yaw Ofosu-Kusi (UEW) geleitet wurde. Neben der inhaltlichen Vorbereitung wurde ebenfalls das Museum für Science and Technology in Accra besucht, das 1965 durch Unterstützung des ersten Presidenten Ghanas, Kwame Nkrumah, eröffnet wurde. Zur Zeit ist dort eine Ausstellung von Kunststudierenden der Kwame Nkrumah University for Science and Technology (KNUST, Kumasi) zu sehen.

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Studien-Aufenthalt von 11 Gästen aus Ghana in Berlin

Vom 22.07. bis 03.08.2017 hielten sich die neun Lehramts-Studierende des Faches Geschichte und zwei ihrer Hochschullehrenden aus Ghana in Berlin auf. In Zusammenarbeit mit Studierenden der FU Berlin wurden die erinnerungskulturellen Methoden der historischen Aufarbeitung betrachtet und analysiert. Gemeinsame Recherchen in der StaBi bildeten hierbei die Grundlage der Forschungen und des Austauschs. Inhaltlich wurden beide Studierendengruppen im Vorfeld ein Semester lang von Prof. Yaw Ofosu-Kusi (für die ghanaischen Studierenden an der UEW) sowie von Dr. Nina Reusch (für die deutschen Studierenden an der FU Berlin) vorbereitet.

Ergänzt wurde das Projekt ebenfalls durch das ‚pädagogisches Begleitprogramm‘ von ENSA, eine Entwicklungsinitiative der Engagement Global. Zu der Einführung in das Programm in Berlin organisierte ENSA einen 4-stündigen Stadtrundgang durch die post-kolonial bedeutsamen Viertel Berlins, durchgeführt von Abdel Amine Mohammed (Berlin Postcolonial), einem erfahrenen Aktivisten aus Togo, der seit Jahren in Berlin lebt. So wurden die ersten beiden Tage des Aufenthaltes der Studierenden und Lecturer aus Ghana durch von ENSA engagierte gestaltet.

An Teilen des Programmes waren auch beteiligt/nahmen auch teil: Als offizielle Repräsentant*innen der FU: Elke Löschhorn (Center of International Cooperation) und Adrian Lehne (Dahlem School of Education), Dr. Shome Yeboa (German Swiss International School), Berit Stoppa (DAAD, Ghana), Claudia Schilling und Sören Boller (ENSA), PD Dr. Christa Kersting (Historische Pädagogik, FU Berlin), Franziska Gottschling (Deutsches Historisches Museum), Abdel Amine Mohammed (Berlin Postkolonial).

Bilder des Berlinaufenthaltes 2017: 

Abschiedsfest für die Gruppe aus Winneba am 02. August 2017 im interkulturellen Gemeinschaftsgarten „Himmelbeet“ in Berlin Wedding. Das Foto unten zeigt alle Beteiligten des Projekts.

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Auf diesem Foto (v.h.l.): Dennis Ziegler, Prince Essiaw, Nicholas Beckmann, Laura Schmedding, Emmanuel Twum Terson, Daniel Kammholz, Jacklyn Narh, Anna Panhoff, Martin Gürke, Felix Kliese, Justina Akansor, Liberty Afful, Kelvin Atta Ainoo, Joshua Gbati, Dr. Nina Reusch, Andrea Ladányi (Sekretariat Didaktik der Geschichte, FU Berlin), Nina Paarmann, Najat Chag, Anitha Oforiwaa Adu-Boahen, Mercy Bawa Agula, Luisa Knapp, Philip Edem Amemowoto, Claudia Schilling (ENSA), Prof. Martin Lücke (FU Berlin), Prof. Yaw Ofosu-Kusi (UEW Winneba), Prof. Bea Lundt (FU Berlin).

Im Februar 2018 wird die Gruppe der FU Berlin nach Ghana reisen, um im Gegenzug auch dort die Relikte kolonialer Vergangenheiten zu ergründen.

Tagung und Exkursion VW-Forschungsprojekt über Deutschen Kolonialismus in der Volta-Region

Dr. Wazi Apoh, der Leiter des VW-Forschungsprojektes über den Deutschen Kolonialismus in der Volta Region in Ghana, lud nach Beendigung der ersten Dreijahres-Phase der Förderung seine Mentoren und Mentorinnen zu einer Tagung über die Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit sowie einer Begehung der Ausgrabungsstätten in Ho und Kpando ein. Die Mentoren sind: Prof. Dr. Bea Lundt (FU Berlin), Prof. Dr. Sebastian Conrad (FU Berlin), Prof. Dr. Maria-Theresia Starzmann (New York) sowie Prof. Dr. Kodzo Gavua (University of Ghana, Legon). Das VW-Projekt wurde um zwei weitere Jahre verlängert.

Dr. Wazi Apoh, Head des Department für Archäologie an der University of Ghana, Legon (bei Accra), beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte des preußisch-brandenburgischen, deutschen und britischen Kolonialismus in Ghana, sucht nach Spuren und Relikten insbesondere in der Volta Region und diskutiert mit verschiedenen Gruppen und Akteuren Fragen der erinnerungskulturellen Auswertung und Aufarbeitung der Kolonialzeit.

Spuren des deutschen Kolonialismus in Ghana

Bericht über die Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojektes von Dr. Wazi Apoh

von Bea Lundt und Nina Paarmann

Den 25 seitigen Bericht von Bea Lundt/Nina Paarmann – mit Fotodokumentation und weiteren Literaturhinweisen – der Tagung in Accra sowie der Exkursion zu den Ausgrabungsstätten 2016 finden Sie hier zum download:
Wazi Bericht 2017 Final 

Siehe auch die Dokumentation auf facebook: „Deutsche Kolonialrelikte in der Volta Region, Ghana“

Vergleiche hierzu ebenfalls die Dokumentation auf facebook von Felicity Rash: „Germans in Africa“

Sommerkonzert im Auswärtigen Amt Berlin: „Welcome Africa – Köln meets Kenia“

Anlässlich der G 20 Afrika-Konferenz in Berlin fand auch ein kulturelles Event statt: Sigmar Gabriel lud am 12. Juni 2017 in das Auswärtige Amt zu einem Sommerkonzert „Welcome Africa- Köln meets Kenia“ ein. Es spielten: Wolfgang Niedecken (BAP Köln) und Eric Wainaina (Kenia).

Zum Auftakt erklärte Sigmar Gabriel: „Im Auswärtigen Amt sprechen mehr Menschen Swahili als Kölsch….“, womit er deutlich macht, dass die sprachlichen Differenzen innerhalb Deutschlands manchmal größer sein können als diejenigen zwischen Deutschland und Afrika. Dabei spiegelt er zweifellos aber die besonderen Kompetenzen seines Ministeriums wieder. Zum allgemeinen Erstaunen sprach Wolfgang Niedecken bei der Begrüßung nicht Kölsch, sondern fließend Hochdeutsch.

 

Gedenkschrift für wichtige Kontaktperson in Ghana, Okyeame Komla Gyani-Kotia

Am 12 Mai 2017 verstarb Okyeame Kotia, der Linguist des Paramount Chiefs in Nkonya Wurupong (Volta Region, Ghana) im Alter von 67 Jahren. Als Gründungsmitglied der Nkonyaman Foundation war er uns während der vergangenen Jahre seit 2009 eine wichtige Kontaktperson. Nach ghanaischer Sitte wurde ihm eine Gedenkschrift gewidmet, in der auch auf seine vielfältigen Kontakte mit Deutschen hingewiesen wird.

Die Gedenkschrift für Okyeame Kotia finden Sie hier:

 

ASA -Fotostories 2017: Studierende entschieden über Sieger des Wettbewerbs

Auch in diesem Jahr fand ein Fotowettbewerb für Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ASA-Programm statt. Das Thema lautete „Klima.Wandel.Gerechtigkeit“. Frau Prof. Lundt gehört seit 2014 zum Team der Jury, die die eingegangenen Arbeiten kommentiert. Die Entscheidung über die Siegerfotos im Wettbewerb treffen die Studierenden.

Hier der Link zu den prämiierten Fotos: https://asa.engagement-global.de/asa-foto-stories-2017.html

Spendenaufruf und Info über eine Restauration in der Volta Region 

Januar 2017: Dr. Günther Rusch aus Ho (Ghana) schickt uns eine Information über die geplante Nutzung eines deutschen Gebäudes aus der Kolonialzeit. Es handelt sich um das Missionshaus der Bremer Mission in Ho, das wir im Oktober 2016 besichtigten. Das Gebäude wird auch zur Zeit noch benutzt, ist aber sehr baufällig.

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Diese Seite wurde uns von Dr. Günther Rusch aus Ho übermittelt.

Auf der Exkursion der Mentoren des VW-Forschungsprojektes von Dr. Wazi Apoh (University of Ghana Legon bei Accra) zur Ausgrabung von Gebäuden aus der Deutschen Kolonialzeit in der Volta-Region konnten wir uns im Oktober 2016  ein Bild machen vom Zustand dieses Gebäudes.

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Prof. Dr. Bea Lundt (Berlin) und Prof. Dr. Sebastian Conrad (Freie Universität Berlin) bei der Besichtigung des Missionsgebäudes in Ho 2016
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Deutsches Kolonialgebäude in Ho. Prof. Dr. Sebastian Conrad (Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Maria-Theresia Starzmann (New York) 2016

Der Umbau ist kostspielig, stellt aber eine faszinierende Aufgabe dar.  Erinnerungskulturell ist eine solche Neugestaltung von großer Bedeutung und würde in die ehemals deutsch kolonisierte Region hineinstrahlen.

Wir bitten daher um Spenden auf das angegebene Konto.

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Diese Seite wurde uns von Dr. Günther Rusch aus Ho übermittelt.
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